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London boomt. Die Stadt bietet jedem etwas. Wer sich in London
langweilt, ist selber schuld. Das Wochenmagazin TimeOut füllt jede
ihrer Ausgaben mit zweihundert Seiten Kulturprogramm jeglicher Art.
Die Restaurantszene ändert sich sozusagen täglich mit neueröffneten,
extravaganten Lokalen, die vom ersten Tag an voll ausgebucht sind.
Das Nachtleben in Soho findet jeden Abend statt und man fühlt sich
wie an einem riesigen, weltumspannenden Straßenfest.
Londons kosmopolitische Kultur. Auf den Straßen hört man alle
Sprachen dieser Welt. England lebt Toleranz. Wo sonst auf der Welt
sieht man einen Polizisten mit Dienst-Turban statt Hut. Oder einen
Bahnangestellten mit Rastafari-Kappe, gekennzeichnet mit dem
offiziellen Signet der öffentlichen U-Bahn.
London geht es gut. So gut wie schon lange nicht mehr. Die Engländer
sind stolz. Auf ihre neue Regierung, ihre Fußballer, ihre
Filmindustrie und die Modeschöpfer, die zur Zeit Paris regieren.
Die Stimmung ist positiv, unternehmerisch und dynamisch.
Londons Schmuckszene1998. Ein interessanter Mix aus Tradition,
Kreativität und Englischer Exzentrik, den es zu entdecken lohnt.
Ein enormes Marktpotential und viel Raum für Neues.
Fakten und Zahlen zum
Schmuckmarkt London
England
ist ein heimlicher Riese. Die Insel repräsentiert mit 7.6
Milliarden US$ Umsatz den zweitgrößten Schmuckmarkt Europas.
Besonders groß ist der Anteil Großbritanniens am Europäischen
Goldschmuckmarkt. Jedes zweite Schmuckstück in Gold wurde 1997 dort
verkauft. Andererseits berichtet De Beers, daß Großbritannien zur
Zeit der am schnellsten wachsende Diamantmarkt ist. Laut Johnson
Matthey hat sich die Anzahl der punzierten Platinschmuckstücke seit
1995 auf knapp 58'000 Stück vervierfacht, was etwa einem Drittel
des Deutschen Marktes entspricht.
Die Engländer und Engländerinnen sind im weltweiten Vergleich sehr
häufige Schmuckkunden, geben aber gesamthaft betrachtet wenig aus
pro Einkauf. Das Schmuckbudget pro Kunde ist jedoch stark im Steigen
begriffen und lag 1997 gleich hoch wie in Deutschland.
Engländer und Engländerinnen kaufen Schmuck überwiegend als
Geschenk und sind fast einstimmig der Meinung, daß Schmuck starken
emotionalen Wert hat. Verlobung und Hochzeit, gefolgt von
Weihnachten sind die häufigsten Kaufgelegenheiten für Schmuck.
Ohrringe sind die Favoriten und bilden 35 - 40% der Verkäufe. Ringe
und Halsschmuck liegen mit jeweils rund 20% Marktanteilen auf
zweiter Stelle.
Wer sind die Kunden in
London
Die
Stadt an der Themse repräsentiert mit ihren gut acht Millionen
Einwohnern bereits einen Riesenmarkt. Dazu kommen noch circa 27
Millionen Touristen pro Jahr aus aller Welt. Was insgesamt ein
unglaubliches Marktpotential darstellt.
Die Engländer und Engländerinnen selbst kultivieren mehrheitlich
einen konservativen Schmuckgeschmack. Barbara Cartlidge, Inhaberin
der Electrum Gallery erklärt das damit, daß England sehr
traditionsbewusst ist. Viele Engländerinnen tragen den ererbten
Familienschmuck. Diejenigen, die keinen Schmuck erben, kaufen sich
dann den Schmuck, von dem sie meinen, sie hätten ihn erben sollen.
Dies ist um so erstaunlicher bei ganz jungen Frauen, die
ultramodische Kleidung wählen, aber Schmuck wie ihre Großmütter.
Die Engländer sind jedoch bei weitem nicht die einzigen Kunden in
London. Englands Vergangenheit als Weltmacht hat den Weg bereitet für
die kosmopolitische Vielfalt, die auch heute noch herrscht.
Leo de Vroomen, Schmuckkreateur in London, erklärt die
Anziehungskraft von London damit, daß die Leute einfach gerne nach
London kommen. Das gilt genauso für Sprachstudenten, wie für die
Reichsten dieser Welt, die nicht selten sogar einen eigenen Wohnsitz
in London haben. Adelige - Englischer und anderer Herkunft - machen
London von Zeit zu Zeit ihre Aufwartung. Die Mode-, Musik- und
Filmbranchen haben seit kurzem London zur inoffiziellen Hauptstadt
Europas erklärt und geben sich regelmäßige Stelldicheins. Die
angereisten VIP’s verbinden die großen Events jeweils mit
ausgiebigen Shoppingtrips. Nicht zu vergessen ist die Masse der überaus
gut verdienenden, meist sehr jungen (25-35 Jahre) Bankangestellten
und Unternehmensberater.
650 Jahre Schmuckgeschichte
in London
Nicht
weit von der St. Pauls Kathedrale in London liegt das beeindruckende
Gebäude der Goldsmiths’
Hall. Die Gilde der Gold- und Silberschmiede hat bereits im
Jahre 1327 den königlichen Freibrief erhalten. Sie hatten damit das
Recht, über die Regulierung ihres Gewerbes zu entscheiden und ihre
eigenen Beamten zu ernennen, um diese Grundsätze durchzusetzen und
zu kontrollieren.
Im Jahre 1339 entschieden sich 19 Goldschmiede der Gilde, einen
Versammlungsort einzurichten. Das damals gewählte Haus lag nicht
weit vom traditionellen Goldschmiedequartier nahe der heutigen City.
Das jetzige Gebäude ist bereits der dritte Sitz, erbaut zwischen
1830 - 1835 am ansonsten unveränderten Standort an der Foster Lane.
Ein anderer historischer Ort für die Schmuckindustrie ist Hatton Garden. Einstmals der Sitz der Familie Hatton, wurde das
Quartier zu einer feinen Wohngegend, bevor es im Laufe des letzten
Jahrhunderts von den Diamanthändlern, Goldschmieden und verwandten
Gewerbetreibenden vereinnahmt wurde. Die erste dokumentierte Firma
in Hatton Garden war übrigens Johnson Matthey. Der Gründer
Percival Norton Johnson hat bereits im Jahre 1817 in einem
umgebauten Schuppen im Garten des Hauses Nr. 79 Platin raffiniert.
Die Firma hat noch heute ihren Sitz an dieser Adresse.
Heute ist Hatton Garden nach wie vor das Herz des Londoner
Edelsteinhandels. Kleine Schmuckgeschäfte bieten antiken und neuen
Schmuck an. Handwerker aller Art, wie Fasser, Goldschmiede, Graveure
und Emailleure, haben ihre Arbeitsplätze dort. Sie beherrschen zum
Teil noch sehr alte, im Aussterben begriffene Techniken. Ein Besuch
bei diesen Kunsthandwerkern, und man fühlt sich unvermittelt zurückversetzt
in frühere Zeiten. Über abenteuerliche Treppenhäuser erreicht man
kleine, enge Ateliers in denen mithilfe uralter Werkzeuge noch heute
wie vor hundert und mehr Jahren wunderbare Schmuckobjekte entstehen.
Gelebte Schmucktradition in
London
Den
Gold- und Silberschmieden ist über die Jahrhunderte kaum je die
Arbeit ausgegangen. England mit seiner ungebrochenen Reihe von Königs-
und Adelshäusern und reichen Handelsleuten hat immer für Aufträge
gesorgt.
Zwei Firmen sind dafür noch heute die besten Beispiele: Asprey und
Garrard the Crown Jeweller. Beide können auf eine über
zweihundertjährige Firmengeschichte zurückblicken und beide verfügen
über das Privileg, königliche Hoflieferanten zu sein.
Asprey hat sich seit seinen bescheidenen Anfängen als Koffermacher
zu einem Kaufhaus für Luxusobjekte aller Art entwickelt. Wer heute
das Geschäft an der Bond Street betritt, fühlt sich etwa so, wie
wenn er aus Versehen in Aladins Höhle geraten wäre. Unverfälschte
Englische Exzentrik mischt sich mit exotischem Flair und dem Parfüm
von Leder und frischem Bienenwachs. Schmuck, Uhren, Antiquitäten,
Silberwaren, Objekte, Lederwaren, antike Bücher und Porzellan,
alles ist vom Feinsten und in beeindruckender Auswahl bei Asprey
vorhanden.
Trotzdem ist all dies nicht die Spezialität des Hauses. Das
Firmencredo lautet: „It Can
Be Done“ und heißt, daß Asprey alles für seine Kunden
macht. Ob es sich dabei um die komplette Inneneinrichtung eines
Privatjets, um das Herstellen einer Allee von Edelsteinbäumen oder
um den Bau einer Jukebox in Gold und Edelsteinen handelt, spielt
keine Rolle. Indische Maharadschas, Amerikanische Filmstars, Europäische
Königshäuser und Arabische Fürsten hat diese Maxime überzeugt
und sie ließen sich seit jeher bei Asprey ihre Wünsche erfüllen.
Asprey verzeichnete 1997 großen Erfolg mit der Daisy- Collection.
Eine Schmuckkollektion mit dem Margaritenthema in Peridot, Topas und
Diamant. Das romantische Schmuckthema fand sofortigen Anklang bei
verschiedensten Filmschönheiten, erhielt entsprechend gute Medienpräsenz
und wurde zum Verkaufsschlager des Jahres. Die Daisy-Collection ist
überdies ein erster Schritt in Richtung internationale Expansion.
Das Haus plant, seine Aktivitäten über die nächsten Jahre auf
weltweiter Ebene auszubauen.
Garrard auf der anderen Seite hat seine Wurzeln im Silberhandwerk.
Im Laufe der Zeit kamen dann allerdings andere Produkte hinzu, wie
Schmuck, Uhren, Objekte und Porzellan. Als „The Crown Jeweller“
hat Garrard seit dem Jahre 1843 das Privileg, die Kronjuwelen des Königshauses
zu pflegen. Der Name des Hauses ist auch verbunden mit dem berühmten,
historischen Diamanten Koh-i-Noor, den Garrard im Jahre 1862 im
Auftrag von Königin Viktoria umgeschliffen hat.
Das Gebäude an der Regent Street strahlt schon von außen
Urenglische Zurückhaltung aus. Einmal eingetreten erhält man den
Eindruck, den Gralshütern Englischer Tradition begegnet zu sein.
Der ganze Stil des Hauses ist diesem Erbe verpflichtet. Falls Sie
jemals planen, Ihr Englisches Landhaus stilgerecht mit 36-teiligem
handgefertigtem Silber und Porzellan auszustatten, so ist Garrard wärmstens
zu empfehlen.
Asprey und Garrard bilden heute die exklusive Spitze der Asprey
Group, zu der in England auch die Firmen Mappin & Webb und
Watches of Switzerland, sowie Les Ambassadeurs in der Schweiz und
René Boivin in Paris gehören.
Internationale Präsenz an
der New Bond Street
New
Bond Street hat neben Asprey noch Einiges mehr zu bieten. Fast alle
grossen Namen im Luxusgüterbereich haben dort ihren Londoner Sitz.
Insbesondere im Verlauf der letzten zehn Jahre hat diese Straße im
eleganten Stadtteil Mayfair an Attraktivität gewonnen.
Im Schmuckbereich sind außer Harry Winston alle großen
internationalen Namen anzutreffen. Cartier, Bulgari, Marina B,
Tiffany, Chanel, Chopard, Mikimoto, Georg Jensen, und Patek
Philippe. Bei den Englischen Namen ist vor allem Graff am obersten
Ende der Exklusivitätsskala angesiedelt, sowie David Morris, der
ebenfalls klassischen Juwelenschmuck anbietet. Für Liebhaber
antiken Schmucks ist New Bond Street ganz besonders zu empfehlen.
Gibt es doch gleich mehrere, alteingesessene Spezialisten für
Schmuckantiquitäten in unmittelbarer Nachbarschaft voneinander.
Die Modehäuser an der Bond Street tragen viel zur Anziehungskraft
dieser Luxusmeile bei. Gucci, Donna Karan, Versace, Louis Vuitton
und Ralph Lauren, um nur Einige zu nennen, überbieten sich
gegenseitig mit ihren Ladengestaltungen. An Exklusivität kaum zu überbieten,
gehören diese Geschäfte mit zum Besten puncto Ladenbau, was es in
Europa zur Zeit zu sehen gibt.
Der kommerzielle
Schmuckmarkt
Wer
sich nun fragt, wo denn der nicht ganz so exklusive Löwenanteil des
Londoner Schmuckmarktes stattfindet, der ist richtig bei den beiden
Schmuckketten H Samuel und Ernest Jones. Beide gehören zur Signet
Group und sind in ganz England aktiv. Mit insgesamt circa 60 Geschäften
decken sie den kommerziellen Markt Londons ziemlich flächendeckend
ab. H Samuel bedient den ganz günstigen Markt, während Ernest
Jones von tiefen bis zu mittleren Preislagen alles im Bereich
Schmuck, Uhren und Silber anbietet.
Was besonders auffällt am kommerziellen Schmuckmarkt in England,
ist das relativ enge Angebot. Simpel gefaßte Diamanten, Saphire,
Rubine und Smaragde mit oder ohne Entourage sind in jeder denkbaren
Variante erhältlich. Zeitgenössische Designvielfalt ist jedoch
nicht vorhanden. Das Schmuckdesign scheint vor circa dreissig Jahren
zum Stillstand gekommen zu sein. Eigentlich erstaunlich für eine
Stadt, die ansonsten die verrücktesten Trends in Mode und Design
hervorbringt.
Die Individualisten der
Szene
Tradition
und klassische Juwelen sind bei weitem nicht alles, was London zu
bieten hat. Es gibt auch eine Gruppe von Schmuckdesignern, die
Tradition auf kreative Weise in modernen Schmuck umsetzen.
Weltweit einen Namen geschaffen
hat sich der aus Holland stammende Schmuckgestalter Leo de Vroomen.
1970 gründeten Leo und seine Frau Ginnie das Unternehmen, das heute
ein ganzes Team von Spezialisten beschäftigt. Der Schmuck aus dem
Hause de Vroomen, entworfen und meisterlich umgesetzt im eigenen
Atelier, ist unverkennbar. Email in schillernden Regenbogenfarben,
kombiniert mit Farbsteinen oder die uralte Technik des Treibens
ergeben faszinierende, moderne Kreationen von zeitloser Eleganz. Die
Liebe zum Kunsthandwerk und das Ziel, die Schönheit einer Frau zu
unterstreichen, sind die Motivation hinter Leo de Vroomen’s
Arbeit. Ohrringe sind seine Favoriten und er hat über die Jahre
einen siebten Sinn für die passende Ohrringform zu jedem Frauentyp
entwickelt. Leo de Vroomen ist international bei führenden
Juwelieren vertreten. In London arbeitet er mit dem Juwelier Boodle
& Dunthorne und ist mit diesem zusammen in Harrod’s
Schmuckabteilung vertreten, hat aber kein eigenes Geschäft.
Ein anderer Individualist der Londoner Schmuckszene ist Theo Fennell.
Er hat im November 1996 sein neues Geschäft an der Fulham Road in
Chelsea eröffnet. Duchgestylt bis ins kleinste, bietet es eine
ideale Plattform für seine Produktpalette. Seine Schmuckkollektion
ist stark geprägt von klassizistischen Formen und Elementen
(Kreuze, Lorbeerkranz) und schwelgt in Kombinationen von
Farbsteinen, Diamanten und Perlen. Die gleichen Elemente finden sich
wieder in der neu geschaffenen Uhrenkollektion.
Seinen Sinn für Humor und Exzentrik lebt Theo Fennell in seiner
Silberkollektion aus. Halter für Perrierflaschen, sowie Halter und
Deckel für Marmitegläser (Sie wissen schon, die Scheußlichkeit
von Brotaufstrich, die man nur als geborener Angelsachse genießen
kann.) und eine Vielzahl anderer Silbergefäße und -objekte für
den alltäglichen und nicht so häufigen Gebrauch. Falls Sie jemals
nach einem Paar Salz- und Pfefferstreuer in Form von Frauenbeinen
oder Kloschüsseln gesucht haben, Theo Fennell hält sie bereit. Er
macht allerdings auch handgetriebene Silberunikate, die außergewöhnliche,
handwerkliche und künstlerische Sammelobjekte darstellen.
Ein wahres Bijoux ist das Geschäft von Solange Azagury-Partridge.
Im trendy Stadtteil Nottinghill Gate gelegen, repräsentiert es
Solange’s ästhetisches Empfinden perfekt. Rubinrote und
jadefarbene Samtpolster kontrastieren mit den orangen Wänden.
Vergoldete Vitrinen, die gerade eben groß genug sind, um zwei bis
drei Ringe zu zeigen, sind wiederum mit Samtkissen ausgeschlagen.
Ihr Lieblingsschmuckstück ist der Ring. Von weitem erkennbar, repräsentieren
ihre Kreationen einen ultrachicen Mix von modernen und barocken
Elementen. Farbsteine und Email werden zu ungewöhnlichen,
einmaligen Bischofsringen verarbeitet und sind für Frauen mit stark
entwickeltem Selbstbewußtsein bestimmt. Solange bestätigte denn
auch das Gerücht, daß die Popsängerin Madonna zu ihren Kundinnen
gehört. Ihr Schmuck ist mittlerweile auch in Paris und New York erhältlich
und erscheint immer öfter bei Modeschauen internationaler Modeschöpfer.
Wo findet die Avantgarde
statt
England
hat seit jeher Traditionen gepflegt, viele avantgardistische Ideen
oder Modeströmungen haben aber genauso ihren Ursprung in London. Wo
also findet man den avantgardistischen Schmuck in London?
Schmuckkunst und -avantgarde hat einen Namen in London: Electrum
Gallery. Seit über fünfundzwanzig Jahren präsentiert Barbara
Cartlidge, Gründerin und Inhaberin der Galerie, Schmuckkünstler
aus aller Welt. Electrum zeigt jeweils rund neunzig Designer
gleichzeitig. Eine schier unübersehbare Vielzahl von
Schmuckrichtungen. Papierschmuck von Reiko Kanibuchi kontrastiert
mit André Ribeiro’s Kautschuk-cum-Diamantschmuck und Niessing stößt
auf Brigitta Turba’s fröhlichen Recycling-Kunststoff-Schmuck.
Die Galerie, an der South Molton Street nahe Oxford Street gelegen,
ist nicht das ideale Fenster für die Präsentation eines einzelnen
Designers im großen Stil, aber es bietet dem interessierten Kunden
- mit etwas Zeit - ein unglaubliches Spektrum an modernem
Schmuckschaffen.
Mekka für
Modeschmuckliebhaber
Man würde
Londons Schmuckszene nicht gerecht, ohne das enorme Angebot an
Modeschmuck zu erwähnen. Butler & Wilson ist mit mehreren Geschäften
in London sicher eine der ersten Adressen für sehr hochwertigen,
antiken und neuen Modeschmuck und ein Must für modebewußte
Londonerinnen. Kaufhäuser wie Liberty’s und Harrod’s haben dem
Modeschmuck ganze Abteilungen gewidmet und fast jedes Fashion label
hat eine eigene, auf ihre aktuelle Mode abgestimmte
Schmuckkollektion.
Nottinghill Gate ist mit seinen vielen Antiquitätenhändlern im
Umfeld der Portobello Road das Paradies für die Liebhaberinnen von
antikem Modeschmuck. Ein anderer Geheimtip ist Walton Street. Diese
kleine, feine Straße in Chelsea versammelt einige wirklich
herausragende Modeschmuckläden mit zeitgenössischem Angebot, die
einen Abstecher wert sind.
Schmuckhauptstadt London
London
ist ein riesiger Markt für Luxusgüter. Sowohl die lokale als auch
die Internationale Kundschaft bieten Marktpotential für Produkte
verschiedenster Art und Stilrichtung. Das internationale
Schmuckschaffen hat erst vor relativ kurzer Zeit Einzug in London
gehalten. Ich bin überzeugt, daß dieser Prozeß weitergehen wird
und London alle Voraussetzungen erfüllt, um in puncto Schmuck zur
heimlichen Hauptstadt Europas zu werden.
Mit herzlichen Grüßen aus London
Susan Sagherian
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