Die Schweizer Designmesse „Blickfang“ mit
Besucherrekord
(Erschienen in Gold'Or
- Ausgabe 1 / 2001)
Die 4. Ausgabe der
Schweizer Designmesse im Kongresshaus Zürich ging mit einem neuen
Besucherrekord zu Ende. Die Ausstellung überzeugte auch dieses Jahr
mit aussergewöhnlichem Design aus den Sparten Raumobjekte, Mode und
Accessoires.
An den drei Tagen vom Freitag bis Sonntag besuchten rund 14'600
Designinteressierte aus der ganzen Schweiz die Ausstellung im
Kongresshaus. 193 Ausstellerinnen und Aussteller zeigten auf drei
Etagen ihr kreatives Schaffen aus den Bereichen
Einrichtungsgegenstände, Lichtobjekte, Keramik, Mode, Schuhe,
Accessoires und Schmuck. Rege wurde von den Besucherinnen und
Besuchern die Möglichkeit genutzt, mit den Designschaffenden
persönlich ins Gespräch zu kommen. Viele profitierten davon , die
ausgestellten Objekte nicht nur anzuschauen und zu probieren,
sondern auch zu kaufen. Zudem profitierten die Besucher in diesem
Jahr von leichten Verbesserungen, die die Zirkulation in den Räumen
etwas vereinfachte und das Durchschlendern zwischen den Ständen
erleichterte.
Höhepunkte im Programm waren die von Sybilla Lustenberger
inszenierten Modenschauen, die insgesamt fünf Mal vor vollen
Zuschauerreihen durchgeführt wurden. Das Publikum war aufgefordert,
per Stimmkarte der besten Kollektion den Blickfang-Besucherpreis zu
verleihen. Gewählt wurden in diesem Jahr die Kollektion von Hazel
Baeza „Aura“ zusammen mit den handgefilzten Kleiderunikaten von
Karin Wagner.
Neu in diesem Jahr waren zudem Fachvorträge, die in diesem Jahr zum
ersten Mal stattfanden. Themen aus Mode, Architektur und
Kommunikation wurden am Samstag und Sonntag erörtert. Besonderen
Gefallen fand das Publikum an den spannenden Präsentationen von
co.lab Basel und skim.com Zürich, beides junge Designgruppen, die
sich in zukunftsweisenden Konzepten mit den Schnittstellen von
Modedesign und neuen Medien auseinandersetzten.
Aus den Reihen der Schmuckaussteller waren ganz unterschiedliche
Stimmen zu hören. Altgediente Blickfang-Aussteller wie Christian
Streit und Silke Knetsch oder miguel waren zufrieden. Der Einsatz
scheint sich für sie langsam auszuzahlen. Für neuere Aussteller
hingegen hatten sich zum Teil nicht alle Erwartungen erfüllt. Dazu
kommt, dass für Besucher eine gewisse Obergrenze im Preisniveau
besteht. Höhere Preislagen werden nicht unbedingt im Gedränge der
Messe gekauft, aber sehr oft anschliessend in aller Ruhe im
Geschäft.