Concept Design Logo

Home  Beratung Seminare Trendforschung Publikationen  Susan Sagherian Kontakt 


Beschwingte Eleganz

(Erschienen in Gold'Or  -  Ausgabe 2 / 2004)

Der Retrotrend lässt sich nicht unterkriegen. Die Zitate vergangener Zeiten sind zahlreicher denn je und gleichzeitig durchdrungen von Modernität und zeitgemässem Esprit. Die Modeschauen zeichneten ein Bild von purem Chic, inspiriert von den Fünfziger und den späten Zwanziger Jahren. Beiden Jahrzehnten liegt ein klassisches Frauenbild zugrunde. In beiden Jahrzehnten wurde aber auch radikal modern gedacht. Die Frauen kleideten sich ultrafeminin und waren stets bis in die Haarspitzen gepflegt. Bezeichnend für die Fünfziger Jahre ist die Modefotografie jener Zeit. Die Frauen wirken in einem vollkommen künstlichen Ambiente auf „gestellte“ Art natürlich. Sie drücken Anmut und Eleganz aus und wirken stets leicht entrückt und unantastbar.

Ganz ähnlich wirkten viele Models auf den Laufstegen für diesen Frühling/Sommer. Es herrschte eine beschwingte Heiterkeit gepaart mit fraulicher Eleganz. Die Frauen wurden von luftigen Kleidern umspielt, wenn sie über den Laufsteg schritten. Volants und Rüschen, Schleifen und lose Bänder zeichneten eine romantische Weiblichkeit ohne Wenn und Aber. Gleichzeitig wirken die Frauen immer angezogen. Haut und Hülle stehen in einem delikaten Verhältnis. Frau und Kleid gehen eine Symbiose ein. Die Devise lautet: nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig Stoff. Die Lieblingsmaterialien der Modeschöpfer heissen Satin, Mousseline und Crèpe. Mehrlagig durchschimmernd, schillernd und changierend ergibt sich ein Bild von matt und glänzend, verhüllend und entblössend mit raffininiertesten Farbeffekten.

Farben sind in diesem Sommer unübersehbar präsent. Erinnerungen an Sorbeteis und gefärbten Zucker werden wach. Rosa und Lachs in allen Schattierungen beherrschen die Szene. Daneben stehen leuchtende Farben wie Smaragdgrün, Fuchsia, Ultramarin und Orange. Neutrale Hautfarben und kühles Sommergrau sind wohltuende Alternativen. Metallisch glänzendes Silber, Gold und Kupfer ergänzen die Palette mit einer Prise Glamour. Die Kunst ist es, Farben und Materialien in spannende und unerwartete Kombinationen und Proportionen zu bringen.

Entsprechend präsentieren sich auch die neuen Schmucktrends. So unverhohlen weiblich und feenhaft war der Schmuck seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Erinnerungen an die Wirkung von Jugendstilschmuck werden wach, gleichzeitig klingen Zitate aus den 50er Jahren an. Heute entsteht in den Ateliers der Goldschmiede Juwelenschmuck im besten Sinn des Wortes, bar jeglicher Verstaubtheit. Das Zusammenspiel von Farbedelsteinen, Perlen und diamantbesetzten Elementen ist typisches Merkmal des aktuellen Stils.

Der Lieblingsstein der Saison ist ohne Zweifel der Mondstein. Sein zartes, seidiges Schimmern ist der perfekte Ausdruck des heutigen Schmuckempfindens. Aber auch andere durchscheinende Farbedelsteine im Cabochonschliff oder fein briolettiert passen zur Saison. Vor allem wenn sie in den oben genannten Farben vorkommen. Mit den Farbsteinen schimmern in diesem Sommer die Perlen um die Wette. Kaum eine Schmuckart ist besser geeignet als die Perle, um Weiblichkeit und Eleganz auszudrücken. Die Vielfalt der Perlen hat noch einmal zugenommen. Die Perlenzüchter überraschen immer wieder mit neuen Spielarten. Vor allem rosa- oder lachsfarbene Süsswasserzuchtperlen spielen eine wichtige Rolle. Sie schmeicheln ausnahmslos jeder Frau, unabhängig vom Hauttyp. Auch Tahitiperlen finden immer mehr Liebhaberinnen. Das einstige Luxusprodukt hat sich in den vergangenen Jahren weltweit einen immer grösseren Kundenkreis erschlossen und ist in der Zwischenzeit auch für eine breitere Kundschaft erschwinglich geworden.


Home  Beratung Seminare Trendforschung Publikationen  Susan Sagherian Kontakt 

Copyright © 1998-2007 Concept Design, Susan Sagherian